Wärmebrückennachweise

Durch eine detaillierte Berechnung der Wärmebrücken, lassen sich wesentlich günstigere Werte berechnen. Höhere Effizienzhausklassen lassen sich dadurch meist ohne mehr Dämmstoffe nur durch die Berechnung der Wärmebrücken erreichen.

 

Im Gegensatz zum Gleichwertigkeitsnachweis gemäß Beiblatt 2 der DIN 4108 sind hier sämtliche Wärmebrücken zu betrachten.

 

 

Wärmebrücke

Im Bereich von Wärmebrücken sinkt bei niedrigen Außentemperaturen die raumseitige Oberflächentemperatur von Bauteilen stärker ab als in den "Normalbereichen".

Bei Unterschreiten der Taupunkttemperatur fällt Tauwasser aus.

An Wärmebrücken besteht die Gefahr von Schimmelbildung. Diese tritt nicht erst bei Tauwasserausfall, sondern bereits bei einer (durch die Oberflächentemperatur bedingten) relativen Luftfeuchte von 80 % an der Bauteiloberfläche auf (div. Schimmelpilze bereits bei 70 %). Aufgrund des inneren Wärmeübergangswiderstandes der Wand kann das bereits bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % der Raumluft der Fall sein. Wärmebrücken führen zu höherem Transmissionswärmeverlust und damit zu höherem Heizwärmebedarf/Heizkosten.